ADHS verstehen.
Diagnose. Therapie. Alltag.

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ADHSnews.de ist Deutschlands täglich aktualisiertes Informationsportal für ADHS.
Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung betrifft 5–7 % aller Kinder und 2–5 % aller Erwachsenen in Deutschland – viele davon undiagnostiziert. Wir erklären Symptome, Diagnoseweg, Therapieoptionen und den Alltag mit ADHS auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft. Für Betroffene, Eltern, Angehörige und Fachleute. 🧠

ADHS – Das Wesentliche

Was ADHSnews.de abdeckt

Alle Aspekte der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung – täglich aktuell.

18+
ADHS-Symptome im Überblick

Unaufmerksamkeit, Impulsivität, Hyperaktivität – aber auch Hyperfokus, emotionale Dysregulation und Zeitblindheit. Wir erklären alle Symptome bei Kindern und Erwachsenen, die Wissenschaft kennt.

Symptome & Erkennung
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ADHS-Typen nach DSM-5

Vorwiegend unaufmerksam (ADS), vorwiegend hyperaktiv-impulsiv oder kombinierter Typ – jeder Typ stellt andere Herausforderungen. Klare Erklärungen für jeden Subtyp.

Diagnose-Typen
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Diagnose & Testverfahren

Wie läuft eine ADHS-Diagnose ab? Welche Tests, Fragebögen und Fachärzte sind beteiligt? Von der Kinderpsychiatrie bis zur Erwachsenendiagnostik – Schritt für Schritt erklärt.

Diagnosewege
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Medikamente & Wirkweisen

Methylphenidat (Ritalin, Concerta), Amphetamine (Elvanse), Atomoxetin – wie wirken ADHS-Medikamente? Welche Nebenwirkungen gibt es? Aktuelle Studienlage verständlich erklärt.

Pharmakotherapie
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Therapie & Coaching

Verhaltenstherapie, ADHS-Coaching, Neurofeedback, Achtsamkeit – nicht jeder braucht Medikamente. Welche nicht-medikamentösen Ansätze wirklich helfen, was die Forschung sagt.

Behandlungswege
365
ADHS im Alltag – täglich News

Schule, Beruf, Beziehungen, Schlaf, Ernährung – ADHS beeinflusst jeden Lebensbereich. Täglich neue Berichte, Studien und praktische Tipps für Betroffene und Angehörige.

Alltagswissen
Die 3 ADHS-Subtypen

ADS, ADHS oder kombiniert?
Der Unterschied zählt.

Nicht jede ADHS sieht gleich aus. Die drei offiziellen DSM-5-Subtypen haben unterschiedliche Symptomprofile, Diagnosekriterien und Therapieerfordernisse.

🎯
Typ 1: Vorwiegend Unaufmerksam (ADS)
Früher: „ADS ohne Hyperaktivität" — häufig bei Mädchen und Frauen

Kein Zappeln, kein Stören – aber dauerhafte Konzentrationsprobleme, Tagträumen, Vergesslichkeit und Schwierigkeiten beim Organisieren. Dieser Typ wird besonders oft zu spät oder gar nicht diagnostiziert, da er nach außen hin unauffällig wirkt.

Vergesslichkeit Tagträumen Desorganisation Ablenkbarkeit Zeitblindheit
Typ 2: Vorwiegend Hyperaktiv-Impulsiv
Häufiger bei Jungen — das „klassische" ADHS-Bild der 1980er

Motorische Unruhe, Impulsivität, Unterbrechungsverhalten und emotionale Überreaktionen stehen im Vordergrund. Dieser Typ ist für Außenstehende deutlich sichtbarer und wird früher diagnostiziert – oft schon im Grundschulalter.

Hyperaktivität Impulsivität Ungeduld Unterbrechungen Risikobereitschaft
🔀
Typ 3: Kombinierter Typ (häufigster)
Kriterien beider Bereiche erfüllt — ca. 60–70 % aller ADHS-Diagnosen

Sowohl Unaufmerksamkeit als auch Hyperaktivität und Impulsivität sind klinisch bedeutsam. Das Symptombild kann sich über die Lebensphasen verändern – im Erwachsenenalter tritt Hyperaktivität oft in den Hintergrund, innere Unruhe bleibt.

Kombiniert Hyperfokus Emotionale Dysreg. Schlafprobleme Innere Unruhe
Geschichte der ADHS-Forschung

ADHS ist keine Erfindung
der Neuzeit

Von der ersten Beschreibung 1798 bis zur modernen Neurobiologie – ADHS ist eine der am intensivsten erforschten neuropsychiatrischen Störungen.

1798
Erste Beschreibung
Sir Alexander Crichton beschreibt eine „mentale Unruhe" mit Aufmerksamkeitsproblemen – die erste dokumentierte Beschreibung von ADHS-ähnlichen Symptomen in der Medizinliteratur.
1902
George Still & „moralische Kontrolle"
Der britische Kinderarzt George Still beschreibt 43 Kinder mit Defiziten in der „moralischen Kontrolle" – heute gilt er als Begründer der ADHS-Forschung.
1987
DSM-III-R: ADHS als Diagnose
Das DSM-III-R führt den Begriff „Attention-Deficit Hyperactivity Disorder" ein. Methylphenidat (Ritalin) wird zur Standardtherapie. Beginn der modernen ADHS-Ära.
Heute
Neurobiologie & Erwachsenen-ADHS
fMRT-Studien zeigen konkrete Unterschiede in Dopamin- und Noradrenalin-Systemen. ADHS bei Erwachsenen wird zunehmend anerkannt – viele werden erst nach 30 diagnostiziert.
Wissenschaft im Dialog

Wenn Forscher auf
Betroffene treffen

Was sagt die Neurowissenschaft – und was erleben Betroffene täglich? Widerspricht Ritalin-Kritik der aktuellen Studienlage? Ist ADHS bei Erwachsenen wirklich häufiger – oder nur häufiger diagnostiziert?

Das sind keine rhetorischen Fragen. Das ist unser täglicher Ansatz.

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Russell Barkley ADHS-Forscher,
Neuropsychologie
×
🗣️
Betroffene 2026 Spätdiagnose
mit 38 Jahren
Neurobiologie vs. Alltagserfahrung

„ADHS ist kein Aufmerksamkeitsmangel – es ist ein Regulationsproblem des Gehirns."

Barkley erklärt ADHS als Störung der Exekutivfunktionen, nicht der Konzentration. Wie passt das zur Erfahrung von Betroffenen, die stundenlang hyperfokussiert arbeiten können?

Neurobiologie Exekutivfunktionen Hyperfokus
💊
Ritalin-Kritiker „Zu viele Kinder
werden medikamentiert"
×
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Meta-Analysen 579 Studien,
116.000 Patienten
Gesellschaft vs. Wissenschaft

Ritalin: Verharmlosung oder Lebensrettung? Was 579 Studien wirklich sagen.

Die Lancet-Metaanalyse 2018 mit 116.000 Patienten: Methylphenidat ist kurzfristig das wirksamste Mittel. Langzeitrisiken? Wenig erforscht. Wir erklären den Forschungsstand – ohne Agenda.

Methylphenidat Studien Evidenz
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ADHS bei Mädchen Jahrelang übersehen,
unterschätzt
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Gender-Forschung ADHS 2024:
Diagnose-Gap
Gender-Bias in der ADHS-Diagnose

Mädchen mit ADHS maskieren anders – und werden deshalb 3× seltener diagnostiziert.

Männer werden 3–4× häufiger mit ADHS diagnostiziert. Liegt das an biologischen Unterschieden – oder daran, dass Mädchen lernen, ihre Symptome zu verstecken? Aktuelle Forschung gibt klare Antworten.

ADHS Frauen Masking Spätdiagnose
Unser Anspruch

ADHS-Informationen im Netz
sind oft falsch, veraltet oder angstmachend.
Wir nicht.

Typische ADHS-Seiten
Panik.
Mythen.
Werbung.
  • „ADHS ist eine Erfindung der Pharmaindustrie" – ohne Belege
  • Veraltete Diagnosekriterien aus den 1990ern
  • Ritalin verteufelt oder unkritisch beworben
  • Keine Unterscheidung zwischen Kindern und Erwachsenen
  • Gender-Unterschiede bei ADHS komplett ignoriert
  • Kein Wort über Komorbiditäten wie Angst, Depression, Autismus
  • Diagnose-Checklisten ohne klinischen Kontext
ADHSnews.de
Evidenz.
Empathie.
Klarheit.
  • Aktueller Forschungsstand – DSM-5, ICD-11, Lancet-Studien
  • Alle 3 ADHS-Subtypen erklärt: ADS, hyperaktiv, kombiniert
  • Medikamente sachlich erklärt: Wirkung, Nebenwirkungen, Alternativen
  • ADHS bei Kindern UND Erwachsenen – mit eigenen Kapiteln
  • Gender-Bias: Warum Mädchen und Frauen so oft übersehen werden
  • Komorbiditäten: ADHS + Angststörung, ADHS + Autismus, ADHS + Depression
  • Täglich neue Studien und News – auf Deutsch erklärt
ADHS-Lexikon

Die häufigsten Fragen
zu ADHS – präzise beantwortet

Die meistgesuchten ADHS-Fragen in Deutschland – auf aktuellem wissenschaftlichem Stand.

Was sind die typischen ADHS-Symptome bei Erwachsenen?
Bei Erwachsenen äußert sich ADHS oft anders als bei Kindern: chronisches Aufschieben (Prokrastination), innere Unruhe, Schlafprobleme, emotionale Überreaktionen und das Gefühl, nie „im Griff" zu haben. Hyperaktivität zeigt sich eher als rastloses Denken. Viele Erwachsene lernen, Symptome zu maskieren – was die Diagnose erschwert.
Was ist der Unterschied zwischen ADS und ADHS?
ADS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom) ist kein offizieller Begriff im DSM-5 oder ICD-11, wird aber umgangssprachlich für ADHS ohne Hyperaktivität verwendet – der offizielle Name lautet „ADHS, vorwiegend unaufmerksamer Typ". ADHS ist der Oberbegriff für alle drei Subtypen. Der wesentliche Unterschied: Hyperaktivität ist beim ADS-Typ nicht klinisch bedeutsam.
Wie läuft eine ADHS-Diagnose bei Erwachsenen ab?
Die Diagnose bei Erwachsenen erfordert: (1) ausführliches klinisches Interview (oft 2–3 Stunden), (2) standardisierte Fragebögen (z.B. CAARS, DIVA-5), (3) Ausschluss anderer Ursachen (Schilddrüse, Schlafstörungen, Depression). Wichtig: Symptome müssen seit der Kindheit bestehen. Zuständig sind Psychiater, Neurologen oder spezialisierte Psychologen.
Methylphenidat oder Amphetamine – was ist der Unterschied?
Methylphenidat (Ritalin, Concerta, Medikinet) hemmt die Wiederaufnahme von Dopamin und Noradrenalin. Lisdexamfetamin (Elvanse) ist eine Amphetamin-Vorstufe mit längerem Wirkprofil. Beide sind in Deutschland zugelassen, unterliegen dem Betäubungsmittelgesetz und werden nur auf Betäubungsmittel-Rezept ausgestellt. Welches besser wirkt: individuell verschieden.
Was ist Hyperfokus bei ADHS?
Hyperfokus ist ein paradoxes ADHS-Symptom: stundenlange, intensive Konzentration auf ein Thema, das intrinsisch motiviert. Betroffene vergessen dabei Zeit, Hunger, Umgebung. Hyperfokus entsteht durch erhöhte Dopaminausschüttung bei hochinteressanten Tätigkeiten – und beweist, dass ADHS kein „Wollen-können"-Problem ist, sondern ein Regulationsproblem.
Kann man ADHS ohne Medikamente behandeln?
Ja – besonders bei leichter bis mittelschwerer Ausprägung. Evidenzbasierte Alternativen: kognitive Verhaltenstherapie (KVT) speziell für ADHS, ADHS-Coaching, Neurofeedback (moderate Evidenz), regelmäßiger Sport (erhöht Dopamin und Noradrenalin), Schlafhygiene und strukturiertes Zeitmanagement. Die Kombination aus Therapie und Medikament zeigt oft die besten Langzeitergebnisse.
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